Blue Paradise |
Tauchen Bali Video
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F.A.Q.
Fragen und Antworten rund ums Tauchen
Dieses Kapitel lebt davon, dass ihr mitmacht. Wir freuen uns über Fragen und Anregungen zum Tauchen in Bali und zu anderen Themen rund ums Tauchen und um Meeresökologie. Auch über Ergänzungen zu unseren Antworten freuen wir uns. Es ist durchaus möglich, dass uns der eine oder andere Fehler unterläuft und so sind uns auch kritische Kommentare willkommen. Also bitte schreibt uns, wenn ihr Fragen zum Tauchen auf Bali/in Indonesien habt. Oder wenn ihr einfach veröffentlicht werden wollt mit eurer sachdienlichen Kommentaren und Gedanken.
Tauchsicherheit
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Antwort: Das Wichtigste ist, den Druckanzeiger der Flasche nicht zu vergessen. Vergiss nicht, deinen Luftverbrauch, regelmäßig zu kontrollieren. Wenn du heftig atmest, solltest du das unter Umständen einmal pro Minute tun. Und wenn du die Hälfte deines Luftvorrats aufgebraucht hast, geh langsam in geringere Tiefen. Das Tauchen macht auch in zehn Metern Spaß. Und dort hast du auch mehr Zeit, weil dein Luftverbrauch geringer ist. |
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Antwort: Hier gibt es alle möglichen Aspekte zu beachten. Zunächst solltest du dir darüber klar sein, wo du tauchst und deine Ausrüstung entsprechend wählen. Ein zu warmer Tauchanzug kann sehr unangenehm sein. Frieren ist auch unangenehm.
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Antwort: Beim Wracktauchen ist ein Eindringen in den Schiffskörper zu vermeiden. Dazu bedarf es einer Spezialausbildung. Achte beim Wracktauchen darauf, nicht an scharfkantigen Metallteilen hängen zu bleiben. Pass auf, dass du dir nicht den Kopf stößt,. Gerade am Wrack der Liberty in Tulamben besteht diese Möglichkeit.
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Tauchtiefen |
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Antwort: Für Tauchanfänger, die den Grundkurs besucht haben, ist die maximale Tiefe 18 Meter. In dieser Tiefe ist die Wahrscheinlichkeit, dass du versehentlich in die Deko kommst sehr gering. Es ist also relativ sicher. Du solltest trotzdem die Grenze deiner Grundzeit beim Tauchen nicht ausnützen, sondern möglichst einige Minuten von dieser Grenze entfernt bleiben. |
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Antwort: Für fortgeschrittene Taucher wird eine Maximaltiefe von 30 Metern empfohlen. In 30 Metern ist die Grundzeit für einen Tauchgang schon relativ kurz. Man muss also darauf achten, nicht in die "Deko zu kommen". Außerdem muss man den Druckmesser im Auge behalten, weil der Luftvorrat doppelt so schnell abnimmt wie in 10 Metern. |
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Antwort: 40 Meter. Bei einer solchen Tauchtiefe ist die Grundzeit schon sehr kurz. Man hat als Taucher nicht sehr viel Zeit, die Unterwasserwelt zu genießen, muss sehr genau darauf achten, die Druckanzeige für den Luftvorrat nicht aus den Augen zu verlieren. |
Frage: Gibt es Möglichkeiten sicher tiefer zu tauchen? |
Antwort: Es gibt "technisches Tauchen" (technical diving), bei dem in Tauchkursen sicheres Tieftauchen unterrichtet wird. Allerdings muss man sich darüber klar sein, dass "sicher" relativ sicher bedeutet. Beim Tieftauchen ist der direkte Aufstieg zur Oberfläche - auch langsam (18 Meter/Minute) normaler Weise nicht möglich. |
Praktische Tauchphysik
Frage: Warum braucht man im Salzwasser mehr Blei als im Süßwasser, wenn man mit derselben Ausrüstung taucht?
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Antwort: Salzwasser ist dichter als Süßwasser und bewirkt einen größeren Auftrieb. Um dies auszugleichen, muss man mehr Blei verwenden.
Antwort: In zehn Metern ist der Druck doppelt so groß wie an der Oberfläche. An der Oberfläche beträgt der Luftdruck definitionsgemäß ein Bar. Pro zehn Meter Wassersäule nimmt der Druck um ein Bar zu. Also herrscht in zehn Meter Tiefe ein Druck von zwei Bar. Da die Atemfrequenz in unserem Beispiel unverändert ist und der Luftverbrauch relativ zum Volumen auch unverändert ist, wird bei gleichem Luftvolumen doppelt so "dichte" Luft geatmet, also doppelt so viel Luft verbraucht. |
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Antwort: Auch das hängt mit Druckunterschieden in verschiedenen Wassertiefen zusammen. Um ein Beispiel zu geben: Wenn man aus zehn Metern, ohne auszuatmen, zur Oberfläche auftauchen würde, würde sich die Luft in der Lunge auf das Doppelte ausdehnen, weil sich der Druck von zwei auf ein Bar halbiert. Dies kann bei voller Lunge in zehn Metern mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zur Oberfläche zu einem Lungenriss führen. Wegen den Gefahren, die mit dem Luftanhalten verbunden sind, nennt PADI als wichtigste Regel für das Tauchen "nie die Luft anhalten". |
Tauchen Bali
Frage: Wann ist die beste Zeit für einen Tauchurlaub auf Bali? (Kristin aus Hamburg)
Antwort: Ich würde September und Oktober für einen Tauchurlaub auf Bali empfehlen. In diesen Monaten sind die Mondfische noch an den Riffen, das Wetter ist stabil mit wenig Regen, es ist nicht so heiß. Und die Touristenzahlen sind geringer als im Juli und August.Frage: Was ist das Interessanteste beim Tauchen in Bali?
Antwort: Die größte Tauchattraktion sind vermutlich die Mondfische - mola mola - die in den Monaten Juli bis Oktober an die Riffe Balis kommen. Sie sind relativ häufig um Nusa Penidas cristal bay, Nusa Penidas Toyapakeh und um Candi Dasas Mimpang und Tepekong zu finden. Einige der beschriebenden Tauchplätze sind für Anfänger nicht unbedingt geeignet.Frage: Wie sind die Wassertemperaturen?
Antwort: Balis Tauchgründe sind von November bis Juni warm - zwischen 25 und 29 Grad. Beim Tauchen in Tulamben muss man auch zwischen Juli und Oktober kaum mit Temperaturen unter 26 Grad rechnen. Das Gleiche gilt für Menjangan. Die Tauchgründe Mimpang, Tepekong, Padangbai und Nusa Penida können im August und September bis auf unter 20 Grad fallen. Für solche Temperaturen ist ein 5mm Neoprenanzug gerade das Richtige und eine Kopfhaube ist angemessen.Frage: Gibt es Tiere, die mir beim Tauchen in Bali gefährlich werden können? Und wie kann ich mich schützen?
Antwort: Es gibt in den Gewässern um Bali keine weißen Haie. Theoretisch könnte man auf Tigerhaie stoßen. Aber von solchen Begegnungen ist nichts bekannt. Die Haie, die man sehen kann, sind harmlose Weißspitzenhaie oder Schwarzspitzenhaie oder auch Wobbegonghaie. Die einzigen Fische, die regelmäßig Taucher angreifen, um ihr Territorium zu verteidigen, sind große Drückerfische. Bei einem Drückerangriff, sollte man sich langsam rückwärts aus dem Territorium entfernen und den Angreifer mit den Flossen auf Distanz halten.Gefährlich können Steinfische sein. Man sollte unbedingt darauf achten, nicht irgendwo hinzugreifen, ohne vorher zu schauen, ob dort nicht ein gut getarnter, stachelbewährter Fisch sitzt. Neben den Steinfischen muss man auch mit Skorpionsfischen und Rotfeuerfischen rechnen.
Quallen können unangenehm sein. Die gefährlichen Arten kommen um Bali kaum vor. Aber Meeresströmungen können Überraschungen bringen. Deshalb sind Anzüge, die den ganzen Körper bedecken und leichte Kopfhauben sicherer als ein Shorty.
Die Berührung von Feuerkorallen kann sehr schmerzhaft sein. Man sollte auch deshalb besser einen leichten Ganzkörperanzug als einen Shorty benutzen.
Angriffe von Muränen sind selten. Vor ein paar Tagen (ich schreibe diese Zeilen am 20.Juni 2008) ist in youtube ein Video aufgetaucht, in dem ein solcher Angriff dokumentiert ist. Man sollte Muränen nicht provozieren. Manche Tauchlehrer machen sich einen Spaß daraus, die gefährlich aussehenden Tiere zu ärgern. Ein Angriff kann dann nicht ausgeschlossen werden.
Beim Tauchen in Tulamben trifft man häufig auf einen großen Barrakuda - bei Interesse http://www.youtube.com/user/mikedelfindolphin , der sehr gefährlich aussieht. Die ersten Male hatte ich großen Respekt vor dem Kerl dessen weiße Zähne gefährlich spitz aussehen. Aber er scheint absolut friedlich zu sein. Trotzdem würde ich bei Begegnungen mit dem Barrakuda, vor allem auch bei Fotos und Videoaufnahmen eher zur Vorsicht raten.
Frage: Welche Tauchplätze Balis sind für Anfänger geeignet?
Antwort: Tulamben ist gut für Tauchanfänger geeignet. Es gibt dort kaum Strömungen. Sanur ist für Anfänger geeignet. Du solltest hier allerdings keine Angst vor Strömungen haben, die es dort geben kann. Padangbai ist gut für Anfänger geeignet. Menjangan ist gut für Tauchanfänger geeignet. Das Tauchen um die Insel Menjangan ist problemlos.Frage: Welche Haiarten sind in Bali zu sehen?
Antwort: Beim Tauchen in Bali sind Weißspitzenriffhaie regelmäßig zu sehen. Vor allem vor Mimpang und Padangbai. Sie liegen dort häufig im Sand, wenn wenig Strömung ist. Wenn die Strömung stärker wird, werden sie lebendig und fliegen dann übers Riff. An anderen Tauchplätzen trifft man diese Haie unregelmäßig an. Um Menjangan sieht man sie vereinzelt, vor Tulamben ebenso.
Es gibt Schwarzspitzenriffhaie an Balis Riffen, aber seltener als die weißen Verwandten.
Selten sieht man andere Haie, w.z.B. den Wobbegonghai, der um Padangbai und Nusa Penidas Crystal Bay zu finden ist.
Sehr seltene Besucher sind Walhaie. Sie werden ab und zu vor Menjangan gesehen. Michael hat einen Walhai vor Nusa Penidas PED gesehen.
Von Begegnungen mit gefährlichen Haien in balinesischen Gewässern ist uns nichts bekannt. Für Weiße Haie ist Bali meistens zu warm. Und davon dass Tigerhaie Balis Riffe besuchen, haben wir nichts gehört.
Frage: Wo und wann kann ich am besten Mondfische sehen?
Antwort: Die beste Zeit für Mondfische ist zwischen Juli und Oktober. Der sicherste Platz scheint die Crystal Bay in Nusa Penida zu sein. Ideal wäre es früh dort zu sein, vor den Booten aus Bali. Andererseits sind die Mondfische nicht scheu, wenn man sie nicht berührt oder unter ihnen durchtaucht und ihnen eine Luftdusche verpasst. Garantiert werden kann das Zusammentreffen mit Mola Mola leider nicht. Ein anderer guter Platz ist Mimpang. Es werden dort aber weniger Mondfische gesehen als in der Crystal Bay.
Tauchkurse und Tauchscheine
Frage: Wie lange dauert der Open Water Diver Kurs?
Antwort: Der Open Water Diver Kurs dauert drei Tage.Frage: Kann ich nach dem Kurs überall auf der Welt tauchen gehen? (Franzi aus Hamburg)
Antwort: Ja, die PADI-Tauchscheine sind weltweit anerkannt. Dabei ist natürlich zu beachten, dass der Tauchbereich respektiert werden muss, für den die Tauchscheine gedacht sind. Beim Open Water Diver sind das z.B. 18 Meter Tiefe, beim Advanced 30 Meter Tiefe etc. Für Höhlentauchen, für das Eindringen in Wracks, für Eistauchen etc. braucht man taucherische Spezialausbildung etc.Frage: Muss ich ein ärztliches Attest vorlegen? (Franzi aus Hamburg)
Antwort: Für Tauchkurse ist aus Sicherheitsgründen (und aus versicherungstechnischen Gründen) ein ausgedehnter Fragebogen über die Gesundheit des Tauchschülers auszufüllen. Falls Beschwerden angegegeben werden, die beim Tauchen gefährlich sind (Herzprobleme, Astma, Diabetes), muss die Tauchtauglichkeit durch ein ärztliches Attest geklärt werden. Der Arztbericht ist vor dem Tauchkurs in solchen Fällen abzuwarten. Es ist im Interesse des Tauchschülers beim Ausfüllen des Fragebogens nicht zu schummeln.Frage: Wenn ein Taucher schon Schnuppertauchgänge gemacht hat und sich im Wasser sicher fühlt und keine Lust hat auf die Ausbildung im Schwimmbad, muss der dann die Schwimmbadausbildung mitmachen?
Antwort: Die Tauchkurse dienen dazu, sicheres Tauchen zu lernen. Wenn jemand über die entsprechenden Tauchfertigkeiten verfügt, ist es möglich, gleich ins Freiwasser zu gehen und die Übungen dort zu machen. (Vorausgesetzt, dass wir das organisatorisch mit den anderen Tauchschülern abstimmen können).
Vorbereitung auf den Tauchurlaub
Frage: Wie kann ich mich aufs Tauchen Bali vorbereiten?
Antwort: Tauchen Bali zeichnet sich an bestimmten Plätzen durch starke Strömungen aus. Das sind interessante Tauchgänge, wo man sich treiben lassen kann und die Unterwasserlandschaft an sich vorbeiziehen lässt, wie einen Film. Dafür sollte die Tarierung optimal sein. Die Schwerelosigkeit unter Wasser kann man trainieren. Es gibt Tauchkurse, die sich speziell diesem Thema widmen, wie der Kurs: "peak performance boyancy".Frage: Wie kann ich mich als Taucher fit halten?
Antwort: Flossenschwimmen ist die ideale Vorbereitung auf einen Tauchurlaub. Radfahren trainiert Muskeln, die beim Flossenschwimmen gebraucht werden.
Man muss als Taucher nicht sonderlich fit sein. Es ist allerdings wie beim Wandern. Wer fit ist, kann sich mehr über die Landschaft, Pflanzen und Tiere freuen als jemand, der permanent damit beschäftigt ist, seine Atmung kontrollieren zu müssen.
Atemübungen, die in Yogakursen gelehrt werden, können auch für Taucher sehr nützlich sein.
Tauchen: Begriffe und Abkürzungen
Frage: Was heißt eigentlich SCUBA?
Antwort: self-contained underwater-breathing apparatus. Das bedeutet: selbständiges (also nicht von der Oberlfäche oder von U-Booten unterstütztes) Unterwasser-Atmungsgerät.
Wenn wir tauchen gehen, tun wir das normaler Weise als SCUBA-Diver, als mit Tauchflaschen, Lungenautomat und BCD.Frage: Was heißt eigentlich BCD?
Antwort: Boyancy Control Device. Das bedeutet Auftrieb-Kontroll-Gerät und meint die Tauchweste, an der die Tauchflasche mit einem Gurt befestigt wird.Frage: Was heißt PADI?
Antwort: PADI heißt "Professional Assiociation of Diving Instructors", also auf Deutsch: Berufsverband von Tauchlehrern. PADI ist natürlich nicht der einzige solche Verband. Es gibt jede Menge davon. Aber PADI ist der bekannteste und größte Tauchverband.Tauchmedizin
Frage: Was versteht man unter "Bends"?
Antwort: Die Bends sind ein Symptom einer Dekokrankheit. Man versteht darunter zunächst ein Kribbeln in der Gelenken der Finger, das auf eine Ansammlung von Stickstoff (N) hinweist. Als erste Maßnahme ist reiner Sauerstoff (O) zu verabreichen. Dann sollte eine Verlegung in eine Druckkammer organisiert werden.
Meeresökologie
Frage: Welche Bedeutung haben Haie für das Ökosystem Riff/Meer?
Antwort: Haie steht ganz oben in der Nahrungskette, wenn vom Menschen absieht. Damit haben sie in Bezug auf alle anderen Meeresräuber regulierende Funktion. Sie halten die Zahl der anderen Räuber in "gesunden" Grenzen. Außerdem fressen sie kranke Tiere und sorgen somit für die Gesundheit der Arten. Aus diesem Grund ist die übermäßige "Befischung" von Haien sehr problematisch für das Ökosystem. "Untersuchungen in der Karibik haben gezeigt, dass die abnehmende Zahl von Haien die natürliche Nahrungskette unterbricht und schließlich zum Absterben ganzer Korallenriffe führen kann." Manche Autoren schätzen, dass ungefähr 70 Millionen Haie pro Jahr wegen ihrer Flossen getötet werden. Die getrockneten Flossen kosten mehrere hundert Euro pro Kilo. "Rechnet man zur Flossenfischerei noch den unbeabsichtigten Beifang von vielen Millionen Haien durch die kommerzielle Fischerei dazu und bedenkt den langsamen Fortpflanzungsrhythmus dieser Fische, ergeben sich düstere Aussichten. An vielen Orten sind Haipopulationen durch die große Nachfrage extrem gefährdet. Dazu kommt, dass ihre Habitate immer weiter schrumpfen".(Zitate und Information von Von Jennifer S. Holland, der SPIEGEL-ONLINE, 15. JUNI 2008).Frage: Aus welchem Irrtum sterben viele Schildkröten?
Antwort: Schildkröten sterben relativ häufig, nachdem sie Plastiktüten gefressen haben, die im Wasser treiben. Sie halten die wabernden, in allen möglichen Farben im Wasser treibenden Plastiktüten wahrscheinlich für Quallen, die zu ihren Lieblingsspeisen gehören. Eine Abnahme von Schildkrötenpopulationen führt zu einer Zunahme der Quallen. Alles hängt miteinander zusammen.Frage: Wenn die farbigen Korallen absterben, dann verlieren sie ja wohl ihre Farbe. Heisst das umgekehrt, dass alle weissen/blassen Korallen tot sind? (Peter, Schweden)
Antwort: Das Absterben der Korallen beginnt im Allgemeinen nach dem Abstoßen einzelliger Algen, die mit den Korallen in einer symbiotischen Beziehung leben. “Diese enge Bindung lohnt sich für beide Partner: Die Korallen düngen ihre Algen mit ihren Stoffwechselabfällen und erhalten dafür einen Teil der pflanzlichen Photosyntheseprodukte.” (www.nabu.de) Unter Stressbedingungen stoßen die Korallen die einzelligen Algen ab und verlieren damit die Fähigkeit zu verdauen. Die Algen verleihen den Korallen ihre Färbung. Bleiche Korallen sind nun noch nicht unbedingt tot, aber sie sind zumindest am Verhungern (vgl. www.nabu.de). Um die Frage sicher richtig zu beantworten, habe ich in Google das Stichwort "weiße Korallen" eingegeben, aber keinen einzigen Treffer gefunden, der sich auf eine Korallenart bezogen hätte.Frage: Wenn man eine (Koralle) abbricht, kann man sie dann wieder da hinstellen (irgendwo anlehnen) oder ist die dann gleich hinueber? (Peter, Schweden)
Antwort: Ja, ein Korallenstück kann überleben, nachdem es abgebrochen ist. Lebendig im biologischen Sinn, sind an dem Korallenstück die Polypen und die Algen, die miteinander in Symbiose leben. Die “harten Teile” der Koralle sind die abgestorbenen Kalkreste der Skelette von Polypen.
Es ist allerdings nicht einfach, die richtige Stelle zu finden, um das Korallenstück abzustellen. Es sollte der Stelle ähneln, an der es sich vorher befunden hat. Wichtig ist, dass das Stück nicht versandet. Ideal wäre, es irgendwo an einer Schnur oder einem Draht aufzuhängen. Dass das funktioniert, zeigt sich in der Korallenzucht, wo Metallgitter als Ansiedlungsorte für Korallen verwendet werden. Diese Gitter weisen bei richtiger Positionierung Eigenschaften auf, die für das Korallenwachstum wichtig sind: Lichteinstrahlung, Nahrungszufuhr durch Plankton, Zufuhr von sandarmem Wasser.Frage: Wie schnell wachsen Korallen? (Peter, Schweden)
Antwort: Das Korallenwachstum ist sehr unterschiedlich und hängt im Wesentlichen von Wasserqualität, Lichteinfall und Nährstoffgehalt ab. Entscheidend ist ferner ein sehr geringer Nitrat- und Phosphatgehalt (vgl: www.terra-nova-pro.de/html/korallenwachstum.html)Frage: Was passiert mit den Korallen, wenn der Säurespiegel zunimmt?
Antwort: Ich will hier mit einem Zitat aus dem "Spiegel online" antworten: "Eine weitere Zunahme des Säuregrads im Meer könnte sich auch schädlich auf Korallen und andere Meeresorganismen auswirken, die an einen bestimmten pH-Wert gewöhnt sind: Sie werden schlicht aufgelöst." (www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,581486,00.html, VERSAUERNDE MEERE
Lärm in den Ozeanen nimmt zu Oktober 1, 2008)Frage: Ist Sportfischen etwas, das den Fischbestand verändern kann?
Antwort: Dazu habe ich neulich eine Sendung im Programm der Deutschen Welle gesehen, es war ein Beitrag aus der Reihe "Wissenschaft und Technik". Dort wurde erklärt, dass die Sportfischer massiv in die Evolution eingreifen, indem sie eine Selektion fördern, die der natürlichen entgegenläuft. In der Natur überleben normalerweise die stärksten Fische, die schnellsten, die die fähig sind, anderen die Beute wegzuschnappen. Nun sind es gerade SOLCHE Fische, die den Sportfischern an den Haken gehen: die Starken, die Schnellen, die Konkurrenzfähigen. Das führt dazu, dass sich die anderen: die Schwachen, die Langsamen vermehrt fortpflanzen. Es findet also eine natürliche Auslese zum "Schwächeren" statt. Außerdem fangen die Sportfischer im Meer gern die seltenen Exemplare, die großen Marline z.B. von denen es eh nicht mehr viel gibt, was zu einer Ausdünnung der Population dieser Fischarten und in Verbindung mit kommerziellem Fischfang zu einer Bedrohung der Art führen kann.Frage: Was kann ich zur Entlastung der Meere beitragen?
Antwort: Der Schutz der Meere ist vom Schutz des gesamten Planeten nicht zu trennen. Es sollen jetzt nur einige Punkte genannt werden. Die Antwort wird im Laufe der Zeit immer detaillierter und ausführlicher werden. Zunächst die folgenden Aspekte:
Die Überfischung der Meere kann dadurch gestoppt werden, dass sich das Verhalten der Verbraucher ändert. Wer keinen Fisch und andere "Meeresfrüchte" zu sich nimmt, trägt nicht zur Überfischung bei.
Wer auf Fisch etc. nicht verzichten will, soll nur solchen Fisch kaufen, der nicht gefährdet ist. Kabeljau und Thunfisch gehören zu den bedrohten Fischarten.
Tauchausrüstung
Frage: Gibt es Unterschiede beim Tauchen mit Nass- und Trockenanzügen? (Kristin aus Hamburg)
Antwort: Ja. Die Hauptunterschiede sind folgende:
a) ein Trockenanzug lässt, wie das Wort schon sagt, kein Wasser an den Körper. Der Taucher bleibt also trocken. Innerhalb des Anzugs befindet sich eine isolierende Luftschicht, die, in Verbindung mit warmer Unterwäsche, vor Kälte schützt.
b) Diese Luftschicht muss nun, ähnlich wie in einem BCD, an den Außendruck angepasst werden. Diese Anpassung wird über Niederdruckschlauch vorgenommen, der eine Verbindung zwischen Lungenautomat und Trockenanzug herstellt. Beim Tauchen mit Trockenanzügen wird vor allem über den Anzug tariert, weniger mit der Tauchweste. Dies ist gewöhnungsbedürftig.
c) Gute Trockenanzüge zeichnen sich auch durch eine ideale Luftverteilung aus.
d) Trockenanzüge werden bei Kaltwassertauchgängen verwendet. Bei Eistauchen, in der Arktis oder Antarktis zum Beispiel, sind sie unverzichtbar. Gute Nassanzüge sind im Wasser bei Temperaturen bis vielleicht fünf Grad auch ausreichend - acht Millimeter semitrocken. Aber sie sind außerhalb des Wassers extrem kalt.Frage: Sollte man zum Tauchen auch eigene Ausruestung mitbringen oder gibt's alles zu leihen (fette Kaukasier haben ja eine andere Koerperform als zierliche Indonesier)? (Peter, Schweden)
Antwort: Das ist im Prinzip ähnlich wie beim Einkaufen. Ein Maßanzug sitzt meistens besser als was von der Stange. Das Meiste kann man ausleihen. Die gängigen Größen werden vorhanden sein.
Ein paar Argumente für und gegen die eigene Ausrüstung:
Für: Der eigene Anzug passt natürlich besser. Die Tauchweste auch. Der Lungenautomat ist vertraut. Sämtliche Funktionen der Ausrüstung in Verbindung mit den exakten Positionen der Bedienknöpfe sind im Schlaf bedienbar. Außerdem ist der Wartungsstand bekannt. Man kann bei eigener Ausrüstung auf Nummer sicher gehen.
Gegen: Wer im Jahr nur einmal taucht, investiert eine Menge Geld und Stauraum für ein relativ kurzes Vergnügen. Das Zeug ist teuer und muss regelmäßig gewartet werden.FAZIT: Ich könnte mir als Kompromiss vorstellen, Anzug Maske (Flossen) und Lungenautomat mit in den Urlaub zu nehmen. Das ist vom Gepäck und der Investition her noch relativ leicht machbar.
Körperliche Bedürfnisse, Gesundheit u.ä.
Frage: Und noch eine komische Frage: Kann man unter Wasser auch pinkeln, wenn man muss? Diese Tauchanzuege sehen nicht so aus, als waeren sie extra fuer so etwas gemacht. Ich musste beim Schnorcheln immer ziemlich haeufig, war wohl das Salzwasser. (Peter, Schweden)
Antwort: Ja, man kann beim Tauchen in einen Nassanzug pinkeln. Durch die Wasserzirkulation zwischen Körper und Anzug wird ein Teil des Urins rausgespült. Viele Taucher pinkeln in ihre Nassanzüge (Neopren). Das riecht ein wenig, ist aber kaum störend. In den Anzug zu pinkeln kann sehr angenehm sein, wenn das Wasser kalt ist, weil es für kurze Zeit wärmt.Frage: Wie viel soll man vor einem Tauchgang trinken?
Antwort: Es gibt da keine genauen Regeln. Während eines Tauchgangs verbraucht der Körper bis zu einem Liter Wasser. Das kann bei mehreren Tauchgängen am Tag leicht zu Dehydrierung führen. Viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist daher unbedingt empfehlenswert, weil Dehydrierung auch ein begünstigender Faktor bei Dekompressionskrankheiten ist. Wer viel Wasser trinkt, wird wahrscheinlich das Bedürfnis verspüren, während des Tauchgangs zu pinkeln. Man muss sich bei Nassanzügen nicht zurückhalten: "Wasser Marsch" ist kein Problem.
Fortsetzung folgt
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